Frauen sind in der Kunst und Wissenschaft unterrepräsentiert, insbesondere in Führungspositionen. Kunst macht Wissenschaft - Art Makes Cents for a Science that Makes Sense - beleuchtet solche Probleme, sucht nach den wahren Ursachen und entwickelt Lösungen im Kontext. Wir verkaufen Kunst, Malerei und Fotos, um unabhängige Forschung zu finanzieren. Sie können alle Bilder und Fotografien, die auf diesen Seiten zu sehen sind, bestellen und Kunst macht Wissenschaft unterstützen.

Essstörungen wie Magersucht und Bulimie treten fast ausschließlich bei Mädchen und Frauen auf. Das wird auf sozio-kulturelle Einflüsse - Stereotypen und Vorurteile - zurückgeführt. Mit dem Geschlecht einer Person werden typische Eigenschaften und Verhaltensweisen verknüpft: Frauen sollen im Vergleich zu Männern zum Beispiel weniger Führungseigenschaften haben und sich mehr bemühen, verletzte Gefühle von anderen zu besänftigen. Mädchen und Frauen sollen weniger essen als Jungen und Männer. Unsere Forschungsergebnisse bestätigen, dass Essstörungen mit solchen Stereotypen und Vorurteilen zusammenhängen. Ausgestellt werden Bilder, Fotos, Forschungsergebisse und neue Erkenntnisse.

Sein ist das Weib,
Sein ist das Weib, Denken der Mann
Denken der Mann

Wissenschaft sollte allen Menschen dienen. Um Erkenntnisse hevorzubringen, die nicht nur die finanziellen Interessen von bestimmten Gruppen bedienen, braucht Wissenschaft unabhängige Mittel.

Biting the Hand That Starves You: Inspiring Resistance to Anorexia and Bulimia. Norton Professional Books (Hardcover)

The Case Against
Lawrence Summers

Neptunbrunnen
Neptune Fountain Berlin

 

Geschlechtsspezifische Identitätsentwicklung und bulimisches Essverhalten bei Jugendlichen

Barbara Klingenspor (Freie Universität Berlin)
Daniela Rastetter (Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik)

Zusammenfassung: Bulimische Essstörungen werden fast ausschließlich bei Frauen diagnostiziert. Es wird angenommen, dass sozialpsychologische Faktoren - insbesondere stereotype Vorstellungen, die mit dem Geschlecht bestimmte Persönlichkeitseigenschaften verknüpfen - das Essverhalten beeinflussen und Essstörungen verursachen können. Wir vermuten, dass die Unterdrückung von maskulinen Eigenschaften bulimisches Essverhalten hervorruft. Um diese Hypothese zu prüfen, wurde die Diskrepanz zwischen der Selbstwahrnehmung von geschlechtstypischen Eigenschaften und dem persönlichen Idealbild bei Jugendlichen im Alter von 13 bis 20 Jahren ermittelt und als Ursache von niedrigem Selbstwertgefühl und bulimischen Symptomen untersucht. Die Daten wurden in einer anonymen Fragebogenstudie erhoben und mit Strukturgleichungsmodellen analysiert. Mit zunehmendem Alter wurde die Diskrepanz zum Idealbild in Bezug auf maskuline Eigenschaften bei Mädchen größer, während die feminine Diskrepanz in beiden Geschlechtsgruppen kleiner wurde. Unabhängig vom Geschlecht wurde bulimisches Essverhalten durch maskuline Diskrepanzen indirekt verursacht, via Selbstwertgefühl und Diäten zur Gewichtsreduktion.

Schlüsselwörter: Essstörungen, Geschlechterstereotypen, Geschlechtsidentität, Identitätsentwicklung, Selbstdiskrepanzen.

Zeitschrift für Sozialpsychologie, 2004, 35, 2, 67-82.
© 2004 Verlag Hans Huber

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Gender identity is linked
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Bei der Ernährung tauchen sofort zwei Probleme auf: was darf ich essen und was darf ich nicht essen, was schadet mir und was schadet mir nicht? Und da beginnt das Gute und das Böse. Dort beginnt im allerkleinsten Keim die Unterscheidung zwischen Gut und Böse. Das beginnt, glaube ich, beim Essen (Joseph Beuys).

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