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Pilze sind überall. Sie wachsen auf dem Rasen,
auf Bäumen, auf Feldern und auf dem Waldboden.
Sie wachsen überall, aber wir kennen sie kaum.
Wissenschaftlichen Schätzungen zufolge soll es 1.5 Millionen verschiedene
Arten geben. Bisher wurden jedoch erst 100 000 davon
beschrieben.
Magic I, Room for Vision und drei weitere Fotos auf dieser Seite zeigen einen der schönsten
Pilze, den Fliegenpilz, auch Amanita Muscaria, fly-agaric (Englisch),
fausse-oronge, tue-mouche (französisch), oder mukhomor (russisch) genannt.
Er hat eine leuchtend rote Kappe mit weißen Punkten.
Der Fliegenpilz ist giftig und hat halluzinogene Wirkstoffe
(siehe FDA/CFSAN
Bad Bug Book Mushroom toxins). Er ist durch Märchen
und Mythen sehr bekannt geworden, und wird häufig als Glückssymbol
verwendet.
Früher wurden Pilze den Pflanzen zugeordnet. Heute
gehört ihnen - wie den Pflanzen
und Tieren traditionell - ein eigenes Königreich. Forschungsergebnisse konnten zeigen, dass Pilze
den Tieren ähnlicher sind als den Pflanzen. Sie sind zu verschieden,
um in das Reich der Pflanzen zu passen. Anders als Pflanzen
sind Pilze nicht in der Lage, Bau- und Nährstoffe mit
Sonnenenergie selbst herzustellen. Sie sind auf fremde, organische
Substanz angewiesen.
Pilze haben kein Chlorophyll. Sie können nicht wie Pflanzen
das Sonnenlicht nutzen und aus Wasser und Kohlendioxyd Zuckerstoffe
bilden. Durch das Myzel - ein feines, fadenförmiges, meist
unsichtbares Geflecht, zum Beispiel im Boden oder bei Baumpilzen
im Holz - absorbieren Pilze die Nährstoffe, die sie brauchen.
Unterschieden wird zwischen saprophytischen, symbiotischen und
parasitischen Lebensweisen.
Pilze leben in ihrer Nahrung. Saprophytische Pilze wachsen
auf dem Rasen, auf faulendem Holz oder auf Exkrementen. Diese
Pilze ernähren sich dadurch, dass sie organische Substanzen
abbauen und verdauen. Dabei geben sie Nährstoffe an die
Erde und Kohlendioxyd an die Atmosphäre zurück.
Die meisten Pilze, die auf dem Waldboden wachsen, sind mit
Bäumen symbiotisch verbunden. Einige Pilze sind Parasiten.
Es gibt verschiedenen Arten von Parasiten. Die Spanne reicht
von Pilzen, die gesunde Wirte angreifen und auf ihnen leben,
ohne sie zu töten, bis zu solchen, die nur ungesunde Wirte
angreifen und dadurch ihren Tod beschleunigen. Parasitische Arten
sind in der Regel mikroskopische Pilze.
Der Hauptunterschied zwischen Sporen und Samen besteht darin,
dass Sporen im Vergleich zu Samen sehr wenig Nahrung gespeichert
haben und besonders günstige Bedingungen brauchen, um sich
zu entwickeln. Zum Ausgleich sind Sporen sehr zäh und können
jahrelang in trockenen Bedingungen überleben.
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